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«Das ist kein Kalter Krieg»

Der Westen kritisiert scharf Russlands Pläne, sein Atomwaffenarsenal auszubauen. Droht ein neues Wettrüsten? Einschätzungen von ETH-Sicherheitsexperte Oliver Thränert.

Demonstration militärischer Stärke: RS-24-Interkontinentalraketen beim 70. Jahrestag des sowjetischen Sieges über Hitler-Deutschland auf dem Roten Platz in Moskau.
Demonstration militärischer Stärke: RS-24-Interkontinentalraketen beim 70. Jahrestag des sowjetischen Sieges über Hitler-Deutschland auf dem Roten Platz in Moskau.
Reuters

Wladimir Putin will das Atomwaffenarsenal Russlands ausbauen: Bis Ende Jahr sollen 40 neue Interkontinentalraketen angeschafft werden. Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat nun eine Antwort angekündigt. Was könnte er gemeint haben? In der Nato ist man insbesondere darüber besorgt, dass Russland offenbar seinen taktischen Atomwaffen eine Rolle in begrenzten Konflikten zuweist. Die Verteidigungsminister der Nato-Staaten werden über dieses Problem in der nächsten Woche in Brüssel beraten. Konkrete Massnahmen werden vermutlich nicht beschlossen. Ein Abzug der verbleibenden etwa 180 amerikanischen Nuklearwaffen vom Territorium von fünf Nato-Mitgliedern – wie noch vor Jahren in der Allianz diskutiert – ist vor dem Hintergrund der russischen Entwicklungen aber auf jeden Fall vom Tisch.

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