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Das Megafon Berlusconis

Augusto Minzolini leitet Italiens grösste Tagesschau. Er tut dies im Sinn eines Hofberichterstatters von Silvio Berlusconi. Dabei war er einst ein Journalist, den die Mächtigen fürchteten.

Gemeinsam gegen die Opposition: Augusto Minzolini (li.) und Premier Silvio Berlusconi.
Gemeinsam gegen die Opposition: Augusto Minzolini (li.) und Premier Silvio Berlusconi.

Wenn man nach dem Dekor urteilen müsste, dann strömt das Büro von Augusto Minzolini genau jene leicht angegraute Eleganz aus, die man vom Arbeitszimmer des Chefredaktors der wichtigsten Tagesschau Italiens, des TG1 auf dem ersten Staatsfernsehsender RAI UNO, gemeinhin erwarten darf.

Im Regal im Hintergrund stehen alte Bücher, die wohl schon manchen Leser gescheit gemacht haben. Der Schreibtisch ist aus massivem Holz. Der «direttore» dreht beim Reden unablässig sein teures Schreibzeug zwischen den Fingern beider Hände, als schärfe das seine Konzentration. So zeigt sich Augusto Minzolini, 51 Jahre alt, ein berühmter und streitbarer Römer Journalist, regelmässig seinen rund 5 Millionen Zuschauern um 20 Uhr und kommentiert die italienische Politik. Er tut das sehr einseitig. Sein Büro dient dann als Studio.

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