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«Auch Leute, die sonst nichts mit Schlepperei zu tun haben»

Die Schlepper werden gemäss Österreichs Polizeibehörden skrupelloser. Es kümmert sie immer weniger, ob die Flüchtlinge lebend am Ziel ankommen.

Zwei der mutmasslichen Schlepper (rechts und im blauen Tshirt), werden in Ungarn in ein Gericht gebracht.
Zwei der mutmasslichen Schlepper (rechts und im blauen Tshirt), werden in Ungarn in ein Gericht gebracht.
Sandor Ujvari/EPA
Ein weiterer verdächtigter Schlepper, der im Zusammenhang mit den 71 toten Flüchtlingen stehen soll, auf dem Weg ins Gericht.
Ein weiterer verdächtigter Schlepper, der im Zusammenhang mit den 71 toten Flüchtlingen stehen soll, auf dem Weg ins Gericht.
Sandor Ujvari/EPA
Frauen legen Blumen und Kerzen vor die Polizeidirektion Eisenstadt und gedenken der Toten. (27. August 2015)
Frauen legen Blumen und Kerzen vor die Polizeidirektion Eisenstadt und gedenken der Toten. (27. August 2015)
Keystone
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Das kriminelle Geschäft mit Flüchtlingstransporten zieht neben skrupellosen Profis auch Amateure an, die schnelles Geld verdienen wollen. «Die Schlepper sind häufig auch Leute, die sonst nichts mit Schlepperei zu tun haben», sagte Gerald Tatzgern in Interviews mit ORF-Medien. Tatzgern ist Leiter der Zentralstelle zur Bekämpfung von Schlepperkriminalität und Menschenhandel im österreichischen Bundeskriminalamt. «Diese Leute merken, dass sie durch ein, zwei, drei Schleppungen rasch viel Geld verdienen», erklärte Tatzgern. Diese Täter seien Menschen, die sozial sehr niedrig gestellt seien, auch Menschen, die oft wenig zu erwarten hätten in ihrem Leben. Es komme immer wieder vor, dass sich solche Leute spontan zusammentun, um Flüchtlingstransporte zu organisieren. «Sie fahren dann einige Male mit geliehenen oder alten Fahrzeugen, und so kann es dann zu solchen Tragödien kommen.»

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