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«Das war erniedrigend»

«Mein schwarzer Humor und meine Geduld haben mir geholfen»: Idil Eser. Foto: Enrique Muñoz García

Sie sassen wegen Terrorverdachts vier Monate im Gefängnis in Istanbul. Was war grösser: die Angst oder die Wut?

Das hat es ja auch noch nie gegeben: dass die gesamte Spitze einer Amnesty-Ländersektion verhaftet und angeklagt wird . . .

Das klingt irgendwie versöhnlich, obwohl Sie im Gefängnis gelitten haben. Was hat die Haft mit Ihnen gemacht?

Wie sah Ihr Alltag in der Zelle aus?

Über 50'000 Türkinnen und Türken sitzen aus politischen Gründen im Gefängnis. Besteht Hoffnung für diese Menschen?

Das glauben Sie ernsthaft?

Daneben wurden über 100'000 Menschen entlassen sowie Medien und NGOs geschlossen. Welche Repression wiegt am schwersten?

«Angst ist ein sehr menschlicher Instinkt.»

Zensurieren auch Sie sich selber, seit der Prozess gegen Sie läuft?

Präsident Erdogan hat die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen auf den 24. Juni vorgezogen. Wie wird die Türkei danach aussehen?

Nach diesem Wahltag wird Erdogan seine Macht noch stärker ausgebaut haben. Wer kann ihn dann noch stoppen?

Was kann die internationale Gemeinschaft tun?

In der Schweiz gibt es Druck im Parlament: Der Bundesrat müsse Erdogans Vorgehen schärfer verurteilen.

Dann halten Sie es mehr mit der Strategie des Bundesrats, der einen «konstruktiv-kritischen Dialog» mit der Regierung in Ankara für zielführender hält?

Der Prozess gegen Sie wird im Juni fortgesetzt; Ihnen drohen 15 Jahre Haft. Werden Sie politisches Asyl beantragen?