Zum Hauptinhalt springen

Der Aussenposten einer dunklen Welt

Seit zehn Jahren versucht der Internationale Strafgerichtshof, die Menschheitsverbrechen zu verfolgen. Die Bilanz ist durchwachsen. Bislang wurde nur ein Verfahren zu Ende gebracht.

Gerechtigkeit vermitteln: Die gambische Juristin Fatou Bensouda wurde vor zwei Wochen zur neuen ICC-Chefanklägerin ernannt.
Gerechtigkeit vermitteln: Die gambische Juristin Fatou Bensouda wurde vor zwei Wochen zur neuen ICC-Chefanklägerin ernannt.
Evert-Jan Daniels (AFP)

Gegenüber lebt die Idylle: holländische Reihenhäuschen, ein Spielplatz mit lärmender Kinderschar, eine Katze räkelt sich in der Sonne. Das weisse Hochhaus am Maanweg in Den Haag, mit Kameras, Elektrozäunen und hohen Gittern abgeschirmt, wirkt hier wie der Aussenposten einer dunklen Welt. Es ist der Ort, wo die schwersten Verbrechen der Menschheit verhandelt werden sollen – Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen, Genozid: der Internationale Strafgerichtshof, meist mit dem englischen Kürzel ICC bezeichnet. Jetzt ist er eine Dekade alt.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.