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Der Bauchredner des spanischen Volkes

Pablo Iglesias erschüttert die spanische Politik. Seine Protestpartei Podemos sieht sich als Anwältin der Bürger. Nur acht Monate nach ihrer Gründung liegt sie in Umfragen bereits ganz vorne.

«Ich wäre dann eben der erste Regierungschef mit Pferdeschwanz»: Podemos-Chef Pablo Iglesias. Foto: Keystone
«Ich wäre dann eben der erste Regierungschef mit Pferdeschwanz»: Podemos-Chef Pablo Iglesias. Foto: Keystone

Pablo Iglesias sass so oft schon in den Wohnzimmern der Spanier, dass er ­vielen wie ein Verwandter vorkommen muss. Wie ein gescheiter, zuweilen süffisanter Cousin oder Neffe, der an jedem Fest teilnimmt, immer redet, immer eine Antwort weiss. Seit einem Jahr tritt er sooft in politischen Talkshows am Fernsehen auf, dass man ihn sich gar nicht mehr aus der Öffentlichkeit wegdenken kann. Natürlich stärkten einige modische Statements und äusserliche Merkmale seinen Wiedererkennungs­effekt beträchtlich. Den auffälligen Ohrring trägt er zwar mittlerweile nicht mehr. Sein zum Pferdeschwanz gebundenes, langes Haupthaar würde er sich aber selbst dann nicht abschneiden, wenn er Ministerpräsident Spaniens würde. «Ich wäre dann eben der erste Regierungschef mit Pferdeschwanz», sagt Pablo Iglesias – «con coleta». Und wenn es auch abenteuerlich anmutet: Ganz verwegen ist das Szenario nicht.

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