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Der «Elitäre» gegen den «Schwachen»

Der eine ist der oft gescholtene amtierende Premier, der andere hat das Image des «Strebers von Nordlondon». Für wen werden die Briten am 7. Mai stimmen? Der Wahlkampf ist eröffnet.

Für wen wird sich Grossbritannien entscheiden? Die Highlights aus den Interviews mit David Cameron und Ed Miliband. (Video: Youtube/Sky News)

Der Wahlkampf in Grossbritannien ist offiziell eröffnet – mit Live-Interviews der beiden Spitzenkandidaten David Cameron von den Konservativen und Ed Miliband von der Labour-Partei. Eine direkte Konfrontation waren die Gespräche mit den beiden Favoriten am Donnerstag nicht – eine Fernsehdebatte soll es erst kommende Woche mit Vertretern weiterer Parteien geben.

Am Donnerstag stellte sich zunächst Cameron den Fragen des Journalisten Jeremy Paxman. Dabei unterstrich der Regierungschef, die britische Wirtschaft wachse und das Haushaltsdefizit werde gesenkt. Die Wähler sollten für ihn stimmen, wenn sie ein künftiges Referendum darüber wollten, ob Grossbritannien in der Europäischen Union bleiben solle. Dies hatte er bereits für das Jahr 2017 im Falle einer Wiederwahl versprochen. Aus Sicht Camerons hat die Mitgliedschaft den Briten einige Vorteile gebracht, doch müsse das Vereinigte Königreich «einen neuen Deal» mit der EU aushandeln.

Ist Miliband stark genug?

Cameron, dessen elitärer Hintergrund manchen Wähler kritisch stimmt, dementierte, dass er zu schmeichelhaft mit den Reichen umgehe. Bei Fragen aus dem Publikum stellte er sich später als ein heiterer, sympathischer Familienmann dar, erzählte Geschichten über seine jungen Kinder und versprach, mehr für Alte und Behinderte tun zu wollen.

Miliband war als zweiter dran, ebenfalls für 45 Minuten Befragung durch Paxman und das Studiopublikum. Er wies die Frage zurück, ob nicht sein grosser Bruder, der frühere Aussenminister David Miliband, den stärkeren Labor-Kandidaten abgeben würde.

Rechtspopulisten mischen mit

Sein eigenes Image werde falsch dargestellt, sagte er – viele Wähler glauben laut Paxman, Miliband er sei ein «Streber aus Nordlondon», der nicht stark genug sei, um eine Nation anzuführen. «Bin ich robust genug? Zur Hölle, ja», sagte Miliband. Als Beweis rühmte er sich, dass er sich gegen US-Präsident Barack Obama behauptet habe, indem er sich gegen Bombenangriffe auf Syrien ausgesprochen habe.

Die Wahlen sind für den 7. Mai vorgesehen. Cameron und Miliband gelten als aussichtsreichste Kandidaten, allerdings dürften diesmal mehrere kleinere Parteien Einfluss auf das Ergebnis haben. Mit Spannung wird das Ergebnis der rechtspopulistischen UKIP und der schottischen Nationalisten erwartet.

AP/chk

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