Zum Hauptinhalt springen

Der Held des eigenen Rückzugs

Der französische Präsident ist gescheitert. Aber die Entscheidung, nicht mehr zu kandidieren, bewahrt François Hollande eine Restwürde.

«Ich habe mich entschieden, nicht Kandidat bei der Präsidentschaftswahl zu sein», sagte der Sozialist in einer Fernsehansprache im Pariser Elysée-Palast. (1. Dezember 2016)
«Ich habe mich entschieden, nicht Kandidat bei der Präsidentschaftswahl zu sein», sagte der Sozialist in einer Fernsehansprache im Pariser Elysée-Palast. (1. Dezember 2016)
Olivier Morin, AFP
Zugleich verteidigte François Hollande die Bilanz seiner Amtszeit.
Zugleich verteidigte François Hollande die Bilanz seiner Amtszeit.
Patrick Kovarik, AFP
Hollande nahm auch an der Eröffnungsfeier des neuen Gotthardbahntunnels teil und fuhr mit dem italienischen Premierminister Matteo Renzi, Bundespräsident Johann Schneider-Ammann und Kanzlerin Angela Merkel von Erstfeld nach Pollegio. (1. Juni 2016)
Hollande nahm auch an der Eröffnungsfeier des neuen Gotthardbahntunnels teil und fuhr mit dem italienischen Premierminister Matteo Renzi, Bundespräsident Johann Schneider-Ammann und Kanzlerin Angela Merkel von Erstfeld nach Pollegio. (1. Juni 2016)
Peter Klaunzer, Keystone
1 / 18

Das wars also. François Hollande, Frankreichs Präsident, hat am Donnerstagabend etwas gewagt, was ihm kaum mehr jemand zugetraut hatte. Er traf eine klare Entscheidung – energisch, unbestechlich und rücksichtslos gegenüber jedermann. Er entschied gegen sich selbst. Der Sozialist tat, was Umfragen zufolge ungefähr neun von zehn Franzosen wünschen: Er verzichtete auf eine Kandidatur zur Wiederwahl und dankte ab. Nach dem 7. Mai 2017 wird ein anderer im Élyséepalast logieren. Definitiv.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.