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Der Himmel ist geschlossen

Der Papst eröffnet heute das heilige Jahr. Es sollte Rom Millionen Gäste und Milliarden Euro bringen. Doch jetzt macht sich Terror­angst breit.

Es hätte ein Fest für die Kirche werden sollen: Papst Franziskus. Foto: Reuters
Es hätte ein Fest für die Kirche werden sollen: Papst Franziskus. Foto: Reuters

«Roma blindata», gepanzertes Rom. Kein Bild trifft es besser als diese schwere Metapher auf die eingeigelte, verängstigte Stadt in Zeiten des Terrors. Dabei hätte Franziskus’ Jubiläumsjahr der Barmherzigkeit ein Fest werden sollen. Ein Fest für die Kirche. Ein Fest für Rom auch. Die Römer hatten gehofft, sie könnten mit hübschen Bildern ihren ins Gerede geratenen Ruf wieder etwas kurieren, die unschönen Geschichten über «Mafia Capitale» und den grossen Verfall überstrahlen. Und nun das: «Roma blindata» – so steht es in den Zeitungen, so nehmen die Römer ihre Stadt wahr. Vor jeder Metrostation im Zentrum steht ­Militär in Tarnfarben. Auf den Strassen fährt so viel Polizei wie nie zuvor, nicht selten mit Blaulicht, damit ihre Präsenz auch von allen bemerkt wird. Niemandem steht der Kopf nach Fest und Be­sinnung. Nicht im Panzer.

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