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Der Kanzlerin reichts mit Cameron

Der britische Premier drohte Brüssel jüngst zum wiederholten Mal. Nun soll Angela Merkel mit David Cameron Klartext gesprochen haben.

Mahnfinger? Kanzlerin Angela Merkel und David Cameron an einem internationalen Treffen. (Archivbild)
Mahnfinger? Kanzlerin Angela Merkel und David Cameron an einem internationalen Treffen. (Archivbild)
Reuters

Sein Wutausbruch war emotional und hatte zum Ziel, die britische Wählerschaft für ihn zu gewinnen. Man werde die zusätzlich geforderten zwei Milliarden Euro nicht einzahlen, oder mindestens nicht sofort, sagte der britische Premier vor Tagen. Und dies, nachdem David Cameron erst vor wenigen Wochen eine neue Debatte über die britische Einwanderungspolitik angestossen hatte. Darin machten die Briten klar, dass sie eine regulierte Einwanderung wollen, was wiederum die von der EU verteidigte Personenfreizügigkeit in Frage stellt.

Nun hat Merkel offenbar genug, wie «Spiegel»-Online berichtet. «Sollte Cameron darauf beharren, werde Bundeskanzlerin Angela Merkel die Bemühungen einstellen, Grossbritannien in der EU zu halten. Damit wäre ein 'point of no return' erreicht, hiess es in Regierungskreisen.» Das schreibt das deutsche Nachrichtenportal. Demnach soll Merkel bei einem Vier-Augen-Gespräch mit dem britischen Premier am Rande des jüngsten EU-Gipfels Klartext gesprochen haben.

Wie es in dem Bericht weiter heisst, halte die Regierung in Berlin einen Austritt Grossbritanniens aus der EU erstmals für möglich. Die Informationen beruhen auf «Einschätzungen in Kanzleramt und Aussenministerium».

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