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«Der Mord war nicht politisch motiviert»

Der Chauffeur Murat Altun hat den Mord am katholischen Bischof in der Türkei gestanden. Sein Anwalt hat sich zur Bluttat geäussert.

Nach dem gewaltsamen Tod eines katholischen Bischofs in der Türkei ist Mordanklage gegen dessen Fahrer erhoben worden. Das teilte das zuständige Gericht in der Hafenstadt Iskenderun am Freitag mit. Luigi Padovese, der Apostolische Vikar in Anatolien, war am Donnerstag in seinem Wohnhaus erstochen worden.

Der 26-jährige Chauffeur Murat Altun habe die Tat gestanden, berichtet sein Anwalt, Cihan Onal. «Der Mord war nicht politisch motiviert», betont Onal in einem Interview der amtlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu.

Sein Mandant sei psychisch krank, erklärte der Anwalt weiter. In seinem Geständnis habe der 26-Jährige erklärt, dass er unmittelbar vor der Bluttat «eine Botschaft von Gott» erhalten habe. Altun ist Muslim. Berichte, wonach der Fahrer zum Christentum konvertierte, wies sein Anwalt zurück.

Auf dem Weg zum Papst

Padovese wollte am Freitag eigentlich gemeinsam mit seinem Chauffeur nach Zypern fliegen, um Papst Benedikt XVI. während seines Besuchs auf der Mittelmeerinsel zu treffen. Kurz vor seinem Tod bat der Bischof indes eine Nonne, die Flugtickets zu stornieren, wie die italienische Nachrichtenagentur ANSA meldete. Padovese habe seinem Fahrer bei der Überwindung einer schweren Depression helfen wollen, berichtete ANSA unter Berufung auf die Nonne Eleonora de Stefano.

ddp/jak

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