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Der Weltbürgermeister

Boris Johnson hat Grossbritanniens Linken das Monopol auf Hipness entrissen. Vielleicht wird er bald britischer Premierminister.

Der strikte Brexit-Befürworter tritt als Aussenminister zurück: Boris Johnson. (3. Juli 2018)
Der strikte Brexit-Befürworter tritt als Aussenminister zurück: Boris Johnson. (3. Juli 2018)
Andy Rain, Keystone
Der exzentrische Konservative hatte nach dem Brexit-Votum 2016 gesagt, die EU sei «eine noble Idee für ihre Zeit» gewesen, doch «nicht länger richtig für dieses Land».
Der exzentrische Konservative hatte nach dem Brexit-Votum 2016 gesagt, die EU sei «eine noble Idee für ihre Zeit» gewesen, doch «nicht länger richtig für dieses Land».
Daniel Leal-Olivas, AFP
Boris und der Stadtverkehr: Johnson posierte 2011 mit einem der ersten neuen London-Busse.
Boris und der Stadtverkehr: Johnson posierte 2011 mit einem der ersten neuen London-Busse.
Keystone
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Womöglich fürchtet Grossbritanniens konservativer Premier David Cameron ihn mehr als Ed Miliband, den Oppositionsführer von der Labour-Partei: Boris Johnson, Londoner Bürgermeister, Parteikollege des Regierungschefs und unter den Politikern im Vereinigten Königreich der Verhaltensauffälligste. Am Donnerstag wählen die Briten, dann dürfte er ins Parlament einziehen. «Ich habe immer gesagt, dass ich meinen Starspieler auf dem Feld haben will», schrieb Cameron auf Twitter, nachdem Johnson im September seine Kandidatur für das Unterhaus angekündigt hatte. Dass das ehrlich gemeint war, glaubte in Westminster kaum jemand: Wenn einer wie Johnson ins Parlament strebt, darf man davon ausgehen, dass er die nahe Downing Street im Visier hat. Der Mann sitzt Cameron im Nacken, und das seit gemeinsamen Oxforder Studententagen.

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