Zum Hauptinhalt springen

Der Wutfänger

Erst die Krise hat Alexis Tsipras nach oben katapultiert und zum Hoffnungsmann für viele gemacht. Nun muss er die Geister bändigen, die er rief.

Grosse Worte: Alexis Tsipras nach der Stimmenabgabe in Athen. Foto: Keystone
Grosse Worte: Alexis Tsipras nach der Stimmenabgabe in Athen. Foto: Keystone

Optisch ist der Mann eher vom Typ netter Schwiegersohn: das Lächeln gewinnend, der Blick geradeaus. Fürs Rebel­len­image muss der offene, weisse Hemdkragen mit dem schwarzen Jackett reichen. Doch mit radikaler Rhetorik macht Alexis Tsipras wett, was ihm äusserlich zum Revolutionär fehlen mag. Die Memoranda, die Vereinbarungen Griechenlands mit den Kreditgebern von EU und Internationalem Währungsfonds, nennt er «Barbarei» und ein «grosses Verbrechen», begangen am griechischen Volk.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.