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Deutsche Kasachstan-Affäre weitet sich aus

Das Nachrichtenmagazin «Spiegel» legt Informationen nach, die auf engere Beziehungen des Ex-Kanzlers Schröder zum kasachischen Regime hinweisen.

Die Kasachstan-Affäre rückt Alt-Kanzler Gerhard Schröder und Ex-Bundesinnenminister Otto Schily in ein schlechtes Licht.
Die Kasachstan-Affäre rückt Alt-Kanzler Gerhard Schröder und Ex-Bundesinnenminister Otto Schily in ein schlechtes Licht.
Arnd Wiegmann, Keystone

Gemäss einem heute veröffentlichten «Spiegel»-Bericht liegen dem Nachrichtenmagazin vertrauliche Dokumente vor, die zeigen, dass Gerhard Schröder weitaus enger in den Beraterkreis des kasachischen Despoten Nursultan Nasarbajew eingebunden war als bislang bekannt. Der Alt-Kanzler habe sich zusammen mit anderen ehemaligen deutschen Politikern wie Ex-Bundesinnenminister Otto Schily über eine Wiener Anwaltskanzlei für die Ziele des kasachischen Diktators einspannen lassen, so der Vorwurf.

In der vergangenen Woche erklärte der Alt-Kanzler, er habe nur am Rande mit dem Beraterkreis Independent International Advisory Council (IIAC) unter Vorsitz des österreichischen Ex-Kanzlers Alfred Gusenbauer zu tun gehabt. Zudem verwies er darauf, in diesem Zusammenhang keinerlei Honorar erhalten zu haben.

Aus internen Dokumenten der Wiener Anwaltskanzlei Lansky, Ganzger + Partner (LGP) geht laut «Spiegel» jedoch hervor, dass ein Schreiben «im Namen des IIAC» an den kasachischen Staatspräsidenten auch von Schröder unterschrieben wurde. Ausserdem zitiert das Nachrichtenmagazin aus dem E-Mail-Verkehr einer LGP-Mitarbeiterin, die auf die Nachricht «Für Schröder: bitte eine HN von uns … aber ohne Namen zu nennen» die Antwort «Dr. Schröder haben wir – ohne ihn namentlich zu nennen – in unserer Honorarnote erfasst» erhalten haben soll.

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