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Deutsches Amt warnt Tesla-Besitzer vor Autopilot

Tödliche Unfälle mit aktiviertem Autopiloten sorgten für Schlagzeilen. Nun wurden die Fahrer in einem persönlichen Brief zur Vorsicht gemahnt.

«Ständige Aufmerksamkeit»: Ein Autofahrer fährt mithilfe des Autopilot-Systems ein Tesla Model S. (17. August 2016)
«Ständige Aufmerksamkeit»: Ein Autofahrer fährt mithilfe des Autopilot-Systems ein Tesla Model S. (17. August 2016)
Gaetan Bally, Keystone

Das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat alle Besitzer von Tesla-Autos in Deutschland in einem persönlichen Brief auf die technischen Grenzen von deren Autopilot-System hingewiesen. Das teilte heute ein Sprecher des Bundesverkehrsministeriums mit, dem das KBA unterstellt ist. Die betroffenen Fahrzeughalter seien in dem Schreiben auf «die Funktionalität und auf die Grenzen der Autopilot-Funktion» hingewiesen worden.

Der Sprecher betonte erneut, dass es sich bei dem sogenannten Autopiloten «um ein reines Fahrassistenzsystem» handle «und nicht um ein hochautomatisiertes Fahrzeug, das ohne ständige Aufmerksamkeit des Fahrers betrieben werden kann». In dem Schreiben wurde deshalb daran erinnert, dass das System «die ständige und uneingeschränkte Aufmerksamkeit des Nutzers» erfordere, um notfalls eingreifen zu können. Das entspreche ausserdem der Rechtslage in Deutschland.

Technik noch auf dem Prüfstand

Wegen mehrerer Unfälle im Zusammenhang mit der Autopilot-Nutzung in verschiedenen Ländern steht Tesla derzeit unter verstärkter Beobachtung. Auch die deutschen Behörden prüfen nach eigenen Angaben den «technischen Sachstand» der Systeme. Für die allgemeine Zulassung der Autos in Europa waren niederländische Aufsichtsbehörden zuständig.

Im Mai war ein Mann im US-Bundesstaat Florida gestorben, als sein Model S mit einem Lastwagen kollidierte. Der Autopilot war eingeschaltet, die Bremsfunktion wurde nicht ausgelöst. Auch bei einem tödlichen Unfall in China soll der Autopilot eingeschaltet gewesen sein.

AFP/sep

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