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«Deutschland zerbricht an der Flüchtlingskrise»

Der deutsche Historiker Jörg Baberowski kritisiert Angela Merkels Verhalten in der Flüchtlingskrise als unverantwortlich und sieht den sozialen Frieden in Gefahr.

Schlange stehen: Migranten vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin. Foto: Fabrizio Bensch (Reuters)
Schlange stehen: Migranten vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales in Berlin. Foto: Fabrizio Bensch (Reuters)

Es sei eine Katastrophe, dass Deutschland Hunderttausende von Flüchtlingen aufnehme, ­haben Sie kürzlich geschrieben. Das Land könne daran zerbrechen. Wie kommen Sie darauf?

Ich habe geschrieben, dass Deutschland die Aufnahme Hunderttausender illegaler Einwanderer nicht verkraften kann. Ich habe nicht gesagt, dass Deutschland keine Flüchtlinge aufnehmen soll. Es ist ja eines der Probleme, über die im Moment nicht offen gesprochen wird, dass man zwischen Bürgerkriegsflüchtlingen, zwischen Asylbewerbern, illegalen Einwanderern und legalen Einwanderern unterscheiden muss. Kein Land kann es sich erlauben, eine Einwan­derung zu haben, die sich vollkommen ungeplant vollzieht. Ich glaube, dass Deutschland daran zerbrechen wird. Zumindest werden uns soziale Konflikte ins Haus stehen, von denen wir jetzt noch nichts ahnen, weil die Folgen erst in einigen Jahren zu besichtigen sein werden. Und ich glaube, dass die Kanzlerin einen grossen Fehler gemacht hat, als sie sagte, es könne jeder kommen.

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