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«Die AKP muss sich überlegen, ob sie weiter auf Erdogan setzt»

Während die Proteste weitergehen, setzt Regierungschef Erdogan weiter auf sein umstrittenes Bauprojekt in Istanbul. Islamwissenschaftler Udo Steinbach erklärt, was in den nächsten Tagen zu erwarten ist.

Symbol der Protestbewegung: Eine junge Frau wird am Taksim-Platz in Istanbul von der Polizei mit Tränengas attackiert. (28. Mai 2013)
Symbol der Protestbewegung: Eine junge Frau wird am Taksim-Platz in Istanbul von der Polizei mit Tränengas attackiert. (28. Mai 2013)
Reuters

Recep Tayyip Erdogans Partei, die Partei für Gerechtigkeit und Entwicklung (AKP), sendet eine versöhnliche Botschaft an die Demonstranten. Bahnt sich ein Auseinanderdriften, gar ein Bruch an? Erdogan wäre gut beraten, sich in seiner eigenen Partei umzuhören. So hat sich der stellvertretende Vorsitzende der AKP bereits bei den Demonstranten entschuldigt, insgesamt divergieren die Positionen der Parteimitglieder sehr. Auch Staatspräsident Abdullah Gül, ehemals selbst Mitglied der AKP, hat sich wohlwollend gegenüber den Demonstranten geäussert. Der Ehrgeiz Erdogans lässt es aber nicht zu, einen Schritt auf die Demonstranten zuzugehen. Die Partei wird sich überlegen müssen, ob sie weiter auf das Zugpferd Erdogan setzt oder ihn sogar langfristig fallen lässt. Es wird jetzt auf jeden Fall innerparteiliche Gespräche geben müssen.

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