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Die Angst Europas vor einem entfesselten Erdogan

Die EU hat den Putschversuch prompt verurteilt. Hinter dem türkischen Präsidenten steht sie aber nicht unbedingt.

Ein Freund Erdogans und dessen Sohn wurden beim Putsch getötet: Der türkische Präsident weint, während er die Grabrede hält. (17. Juli 2016)
Ein Freund Erdogans und dessen Sohn wurden beim Putsch getötet: Der türkische Präsident weint, während er die Grabrede hält. (17. Juli 2016)
AFP

Es wird nicht einfach sein, am Ende die richtige Sprachregelung zu finden. Die EU-Aussenbeauftragte Federica Mogherini hat die Agenda des Aussenministertreffens am Montag in Brüssel nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei kurzfristig umgestellt.

Es scheint, als würde die Welt gerade aus den Fugen geraten. Beim Frühstück ist auch US-Aussenminister John Kerry dabei. Eigentlich wollte man dort nach dem Anschlag von Nizza vor allem über die Terrorgefahr und andere Krisenherde in der Welt reden. Nun rückt mit der Türkei eine andere Herausforderung in den Vordergrund. Im Kreis der Chefdiplomaten dürfte die Furcht vor einen entfesselten Präsidenten Recep Tayyip Erdogan dominieren.

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