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Die armen Flics

In Frankreich herrscht derzeit Gewalt, allerdings nicht dort, wo sie erwartet wurde. Und mittendrin zwischen Demonstranten, Terroristen und den Hooligans stehen die Polizisten.

Martina Meister, Paris
Lille, 15. Juni 2016: Französische Polizisten im Einsatz gegen englische Hooligans. Foto: Getty Images
Lille, 15. Juni 2016: Französische Polizisten im Einsatz gegen englische Hooligans. Foto: Getty Images

Wer nur den Bildern traut, muss das Gefühl haben, dass Frankreich im Kriegszustand ist: das blutüberströmte Gesicht eines englischen Fussballfans in Marseille. Die zertrümmerte Glasfassade eines Kinderkrankenhauses in Paris. Stangen, Steine, Stühle, die durch die Luft in Richtung Polizisten fliegen. Demonstranten, auf die mit Schlagstöcken eingeschlagen wird. Ein Fotograf seit bald vier Wochen im Koma, weil er von einer Offensivgranate getroffen wurde. Ein besetztes Polizeiauto, das in Brand gesteckt wird. Auf den Titelseiten der Zeitungen dazu die Fotos des lächelnden Paares, ein Polizist und seine Frau, das Anfang letzter Woche in Ma­gnanville ermordet wurde. Die Gewalt ist zügellos, sie scheint omnipräsent, nur ganz offensichtlich nicht dort zu sein, wo man sie erwartet hatte.

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