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Die Herrscher über das Mittelmeer

Vier Männer kontrollieren die Flüchtlingsroute über das Mittelmeer. Wie sie arbeiten und wohin ihr Geld fliesst.

Lebensgefährliche Überfahrt: Flüchtlinge auf einem überfüllten Gummiboot vor der libyschen Küste. Foto: Darrin Zammit Lupi (Reuters)
Lebensgefährliche Überfahrt: Flüchtlinge auf einem überfüllten Gummiboot vor der libyschen Küste. Foto: Darrin Zammit Lupi (Reuters)

Sie sind die Herrscher über das Mittelmeer. Sie machen Umsätze in Millionenhöhe. Und ihre Skrupellosigkeit ist nicht zu überbieten: Laut Untersuchungen der italienischen Staatsanwaltschaft in Palermo sollen der Äthiopier Ermias Ghermay, der Eritreer Medhanie Yehdego Mered und zwei weitere Komplizen das Schleppergeschäft über der Mittelmeerroute kontrollieren. Das Ghermay-Netzwerk wird unter anderem für das Schiffsdrama vor Lampedusa verantwortlich gemacht, bei dem im Oktober 2013 366 Menschen ums Leben kamen. Seit diesem Unglück versuchen Ermittler aus ganz Europa, die Hintermänner zu schnappen. Einen ersten Erfolg konnten sie nun in Deutschland verbuchen: Mitte August wurde dort der Eritreer Mulubrahan Gurum verhaftet. Dem 41-Jährigen wird von der italienischen Staatsanwaltschaft in Palermo vorgeworfen, als Kassierer für das Schleppernetzwerk gearbeitet zu haben.

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