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«Die Demonstranten stecken in einem Dilemma»

Premier Tayyip Erdogan droht, den Taksim-Platz zu räumen. Gleichzeitig bietet er ein Referendum an. Türkei-Experte Roy Karadag erklärt, was Erdogan damit vorhat und wie es in den nächsten Tagen weitergeht.

Die Proteste gehen weiter: Ein Demonstrant reibt sich nach einem Tränengasangriff der Polizei in Ankara die Augen. (11. Juni 2013)
Die Proteste gehen weiter: Ein Demonstrant reibt sich nach einem Tränengasangriff der Polizei in Ankara die Augen. (11. Juni 2013)
Reuters

Herr Karadag, Tayyip Erdogan hat eben angekündigt, den Taksim-Platz innert 24 Stunden zu räumen. Was ist jetzt zu erwarten? Die Proteste werden jetzt sicherlich nicht aufhören, auch wenn die Polizei aller Wahrscheinlichkeit nach wieder gewaltsam gegen die Demonstranten vorgehen wird. Die AKP (Erdogans Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung - Anm. d. Red.) wird auch versuchen, gewalttätige Demonstranten zu denunzieren, um ihr Vorgehen zu rechtfertigen. Eine mögliche Radikalisierung von Teilen der Demonstranten spielt somit der AKP in die Hände.

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