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«Die deutsche Demokratie ist nicht in Gefahr»

In Mecklenburg-Vorpommern liegt die FDP nach der Wahlschlappe am Boden. Die rechtsextreme NPD schafft den Wiedereinzug in den Landtag. Tagesanzeiger-Korrespondent David Nauer schätzt die Lage ein.

Setzt einen Grossteil der Ressourcen in Mecklenburg-Vorpommern ein: NPD-Kundgebung in Berlin. (Archivbild)
Setzt einen Grossteil der Ressourcen in Mecklenburg-Vorpommern ein: NPD-Kundgebung in Berlin. (Archivbild)
Keystone

Beim Amtsantritt sagte Philipp Rösler, die FDP werde nun «liefern». Jetzt ist die Partei in Mecklenburg-Vorpommern mit unter 3 Prozent am Boden. Was ist falsch gelaufen?

Verschiedene Sachen sind da falsch gelaufen. Zum einen steht sicher die Bundesregierung in Berlin schon lange stark unter Druck. Insbesondere die FDP hat einige Male enttäuscht: So hat die Partei Steuersenkungen versprochen, welche sie nicht durchgesetzt hat. Viele Bürger empfinden auch den Umgang mit der Eurokrise als ungeschickt. Zudem konnte Parteichef Philipp Rösler bisher kein Format gewinnen und ist eher blass geblieben. Zusätzlich gibt es innerhalb der Partei den Streit, ob Aussenminister Guido Westerwelle gehen soll, oder nicht. Alles in Allem erweckt die FDP also den Eindruck einer zerstrittenen Partei. Das kommt bei den Wählern nie gut an. Was Mecklenburg-Vorpommern betrifft: Dort regieren SPD und CDU zusammen und es gibt eine starke Linkspartei. Deswegen ist die FDP erst recht untergegangen.

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