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«Die Empörung wurde unterschätzt»

Zypern verhandelt über das EU-Rettungspaket. Brüssel-Korrespondent Stephan Israel über die Erwartungen der Euroländer, die Kritik von Wolfgang Schäuble und den «Sonderfall Zypern».

«Die Ruhe in der Eurokrise ist gefährdet»: Ein Demonstrant skandiert Slogans vor dem Parlamentsgebäude in Nikosia. (18. März 2013)
«Die Ruhe in der Eurokrise ist gefährdet»: Ein Demonstrant skandiert Slogans vor dem Parlamentsgebäude in Nikosia. (18. März 2013)
Keystone

Zypern hat die Parlamentsdebatte zum EU-Hilfspaket erneut vertagt. Was erwartet man in Brüssel von dem Land? Die Euroländer haben eine klare Erwartung. Zypern braucht insgesamt gegen 17 Milliarden Euro. Die europäischen Partner und der Internationale Währungsfonds wollen aber nur zehn Milliarden Euro beisteuern, auch weil sonst die Schuldenlast für Zypern zu gross würde. Die Regierung in Nikosia muss deshalb den Restbetrag selber beisteuern, in erster Linie mit der Abgabe auf Bankguthaben. Die Vorgabe der Euroländer ist, dass Zypern mit dieser Steuer 5,8 Milliarden Euro aufbringen muss. Ob damit auch die Kleinsparer belastet werden oder nur die Reichen und Superreichen zahlen, muss aus Brüsseler Sicht Zypern entscheiden.

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