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«Die französische Reaktion ist heftig»

Frankreich wurde im grossen Stil von der NSA überwacht. TA-Korrespondent Oliver Meiler erklärt, wie Frankreichs Politiker auf die Abhörpraktiken der USA reagieren.

«Wir sammeln Informationen, um uns zu schützen»: US-Geheimdienstchef James Clapper. (Archivbild)
«Wir sammeln Informationen, um uns zu schützen»: US-Geheimdienstchef James Clapper. (Archivbild)
AFP
Die Supermacht im Rücken: Charles H- Rivkin, US-Botschafter in Frankreich, muss nun für die NSA-Tätigkeiten gerade stehen.
Die Supermacht im Rücken: Charles H- Rivkin, US-Botschafter in Frankreich, muss nun für die NSA-Tätigkeiten gerade stehen.
AFP
Seine Enthüllungen sorgen für diplomatische Spannungen: Der frühere NSA-Mitarbeiter Edward Snowden (Moskau, 11. Oktober 2013).
Seine Enthüllungen sorgen für diplomatische Spannungen: Der frühere NSA-Mitarbeiter Edward Snowden (Moskau, 11. Oktober 2013).
Keystone
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Die Zeitung «Le Monde» machte heute gestützt auf Dokumente des Whistleblowers Edward Snowden publik, wie die NSA Telefongespräche französischer Behörden, Unternehmen und Bürger aufzeichnete. Wie reagiert die französische Politik und Öffentlichkeit? Zunächst reagiert vor allem die französische Politik, und zwar empört, wie das nicht anders zu erwarten gewesen war. Premierminister Jean-Marc Ayrault zeigte sich «zutiefst schockiert». Aussenminister Laurent Fabius hat den US-Botschafter ins Ministerium bestellt. Er nannte die Abhörpraxis der NSA «inakzeptabel». Die französische Reaktion ist heftig. Bis auf Präsident François Hollande hat sich die gesamte Regierungsspitze geäussert. Für eine Einschätzung dafür, wie die französische Öffentlichkeit reagieren wird, ist es nur wenige Stunden nach der Publikation des Berichts aber zu früh.

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