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«Die Schweiz ist ein anderer Planet»

«Aussenpolitisch haben wir nur ein Ziel: Die Europäische Union», sagt der albanische Premier Edi Rama. Foto: Getty Images

Sie sind ja nicht nur ­Ministerpräsident, sondern auch Kunstmaler. Mit welchen Farben würden Sie die politische ­Landschaft des Balkans darstellen?

Wo lauert die grösste Gefahr?

Sie haben Mazedonien kürzlich ungewöhnlich scharf attackiert: Das Land könne ohne die Albaner nicht existieren. Warum diese Drohung?

Sie warnen die EU vor dem russischen Einfluss auf dem Balkan. Ist die Lage wirklich so ernst?

Man könnte auch sagen: Die Balkanpolitiker provozieren sich mit chauvinistischen Parolen, ­erfüllen kaum die Bedingungen für die EU-Integration und beschuldigen dann Brüssel für die Stagnation.

«Die Grenzen sind in Gefahr, wenn die Europäische Union untätig bleibt, uns links liegen lässt und so den Russen ausliefert.»

Edi Rama

Wie sicher sind die Grenzen auf dem Balkan?

Könnte eine neue Flüchtlingswelle die Region destabilisieren?

Was heisst das?

Wie gross ist die Angst vor einem Rückzug der Amerikaner aus der Region?

Sie haben vor den US-Wahlen gesagt, Donald Trump als Präsident wäre ein Unglück für die Welt.

Neben den Russen versucht auch die Türkei mit ihrer neoosmanischen Politik, den einstmaligen Einfluss auf dem Balkan wiederzugewinnen. Würden Sie Recep Tayyip Erdogan auch nach den jüngsten Attacken gegen westliche Demokratien als Freund bezeichnen?

«Die Heissblütigkeit in hiesigen Gefilden hat uns nicht immer Vorteile gebracht.»

Edi Rama

Davon scheint Albanien weit ­entfernt. Während wir hier ­sprechen, protestiert vor Ihrem Büro die Opposition – gegen die Korruption und für freie Wahlen.

Das klingt wunderbar. Doch seit der Machtübernahme Ihrer Sozialistischen Partei vor vier Jahren hat sich die Cannabis-Produktion vervierfacht.

Mit welchen Erwartungen kommen Sie an diesem Freitag zum offiziellen Arbeitsbesuch nach Bern? Sie haben die Schweiz als langweiliges Land bezeichnet.

Wo sehen Sie Potenzial für Zusammenarbeit?