Zum Hauptinhalt springen

Die Kriegsrhetorik ist verfehlt

Der Terrorismus des IS ist in Westeuropa kein militärisches, sondern ein politisches Problem. Der IS wird seine Ziele nicht erreichen, wenn wir besonnen bleiben.

Einschussloch im Schaufenster des Café La Belle Equipe in der Rue de Charonne in Paris. Foto: Laurentvu, Sipa, Dukas
Einschussloch im Schaufenster des Café La Belle Equipe in der Rue de Charonne in Paris. Foto: Laurentvu, Sipa, Dukas

Drei Tage nach der Schreckensnacht von Paris dominieren weit über den Kreis der Opfer und ihrer Angehörigen hinaus Trauer und Betroffenheit. Sie sind nur vereinzelt zu Wut geworden, vorab am rechten Rand der Gesellschaft. Und auch dort nur scheint man nicht davor gefeit, eine ganze Religionsgruppe mit der Tat in Zusammenhang zu bringen. Die Spitzenpolitiker haben das vermieden, aber einige von ihnen bedienen sich inzwischen allzu leichtfertig der Kriegsrhetorik. Staatspräsident François Hollande war der Erste, der von einem «kriegerischen Akt» gegen Frankreich sprach, um den Ausnahmezustand und verstärkte Grenzkontrollen zu rechtfertigen. Gestern taten es ihm zahlreiche Staatschefs am G-20-Gipfel nach, selbst der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck sprach von einem Krieg.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.