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Die Kriegsverbrechen der Freiheitskämpfer

Mehrere hochrangige Führer der kosovarischen Rebellenarmee UCK müssen wegen Kriegsverbrechen an Serben und Roma vor Gericht. Zu diesem Schluss kommt ein von der EU eingesetzter Sonderermittler.

Vertrieben: Eine serbische Familie in Kosovo bereitet sich auf die Flucht nach Serbien vor (Juni 1999). Foto: Tyler Hicks (Getty Images)
Vertrieben: Eine serbische Familie in Kosovo bereitet sich auf die Flucht nach Serbien vor (Juni 1999). Foto: Tyler Hicks (Getty Images)

Die Kosovo-Albaner haben in der jüngsten Vergangenheit oft gebannt nach Brüssel geschaut. Als 1989 das serbische Regime die Autonomie Kosovos mit Panzern niederwalzte, hoffte man auf ein Machtwort der damaligen Europäischen Gemeinschaft. Vergeblich. Als 1999 die serbische Unterdrückung in einem versuchten Völkermord gipfelte, wurde eine Nato-Intervention herbeigesehnt. Das Militärbündnis griff ein und führte einen Krieg gegen Serbien im Namen der Menschenrechte, die neutrale Schweiz nahm Tausende Flüchtlinge aus Kosovo auf. Gestern Dienstag verfolgten viele Kosovo-Albaner wieder einmal eine Pressekonferenz in Brüssel, sie wurde von fast allen Fernsehstationen im Land live übertragen. Diesmal aber stellte der EU-Sonderermittler John Clint Williamson die exklusive Opferrolle der kosovarischen Albaner infrage.

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