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«Die Länder könnten ihre Probleme in die ganze EU exportieren»

Der Schriftsteller Rudolf Ungváry über den Sieg des Nationalismus in Ungarn und die Gefahr für die gesamte Europäische Union.

Parteichef Viktor Orban (Mitte) beklatscht zusammen mit seinen Parteifreunden den überwältigenden Sieg seiner Fidesz.
Parteichef Viktor Orban (Mitte) beklatscht zusammen mit seinen Parteifreunden den überwältigenden Sieg seiner Fidesz.
Keystone

Der zweite Wahlgang am Sonntag wird entscheiden, ob der Wahlsieger Fidesz die Zweidrittelmehrheit bekommt und damit die Verfassung ändern kann – oder nicht. Was wäre besser für Ungarn?Es ist eigentlich egal. So oder so wird Fidesz die gesamte Staatsmacht gleichschalten. Bereits in der ersten Regierung unter Viktor Orban, von 1998 bis 2002, wurde die Staatsanwaltschaft unterwandert, die seither ein politisches Bollwerk von Fidesz ist. Auf die Dauer ist diese Machtkonzentration kontraproduktiv, Fidesz wird an der Macht verfaulen. Aber kurzfristig werden die Rechten versuchen, die Idee des «zentralen Machtraums» zu verwirklichen, wie es Orban charakterisierte. Sie werden auch die Medien instrumentalisieren.

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