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Die nützlichen Idioten der Mafia

Im Umgang mit den Bootstragödien auf dem Mittelmeer können wir erst Fortschritte machen, wenn wir uns eingestehen, dass wir eine Prohibitionspolitik betreiben – und bereit sind, aus früheren Prohibitionen zu lernen.

MeinungStefan Schlegel
Eine Zahl, die das Drama untermauert: Mehr als 181'000 Migranten haben 2016 die gefährliche Reise von Afrika nach Italien geschafft. (11. September 2016)
Eine Zahl, die das Drama untermauert: Mehr als 181'000 Migranten haben 2016 die gefährliche Reise von Afrika nach Italien geschafft. (11. September 2016)
Santi Palacios, Keystone
«Zu viele Tote sind nicht gut»: Ein Asylsuchender demonstriert vor dem italienischen Parlament in Rom. (23. April 2015)
«Zu viele Tote sind nicht gut»: Ein Asylsuchender demonstriert vor dem italienischen Parlament in Rom. (23. April 2015)
AFP
Flüchtlinge erreichen den Hafen von Palermo am 15. April 2015. Im Hintergrund die King Jacob, die bei der neuerlichen Flüchtlingskatastrophe mit bis zu 800 Toten als Erste vor Ort war.
Flüchtlinge erreichen den Hafen von Palermo am 15. April 2015. Im Hintergrund die King Jacob, die bei der neuerlichen Flüchtlingskatastrophe mit bis zu 800 Toten als Erste vor Ort war.
Alessandro Fucarini, Keystone
Hunderte werden immer noch vermisst, an Bord des gekenterten Schiffs wurden bis zu 950 Menschen vermutet: Überlebende der Flüchtlingskatastrophe erreichen am Montag die Insel Malta. (20. April 2015).
Hunderte werden immer noch vermisst, an Bord des gekenterten Schiffs wurden bis zu 950 Menschen vermutet: Überlebende der Flüchtlingskatastrophe erreichen am Montag die Insel Malta. (20. April 2015).
Darrin Zammit Lupi, Reuters
Ungewisse Zukunft: Flüchtlinge erreichen den Hafen in Salerno. (22. April 2015)
Ungewisse Zukunft: Flüchtlinge erreichen den Hafen in Salerno. (22. April 2015)
Francesco Pecoraro, Keystone
Volle Flüchtlingslager: Da die Auffangzentren auf Sizilien überfüllt sind, wurden einige Flüchtlinge nach Salerno gebracht. (22. April 2015)
Volle Flüchtlingslager: Da die Auffangzentren auf Sizilien überfüllt sind, wurden einige Flüchtlinge nach Salerno gebracht. (22. April 2015)
Francesco Pecoraro, Keystone
Nummern statt Namen: Um den Registrierungsprozess effizienter zu machen, wurden den Flüchtlingen Nummern zugeteilt. (22. April 2015)
Nummern statt Namen: Um den Registrierungsprozess effizienter zu machen, wurden den Flüchtlingen Nummern zugeteilt. (22. April 2015)
Ciro de Luca, Reuters
Mutter und Sohn: Unter den Flüchtlingen befinden sich auch Kleinkinder. (22. April 2015)
Mutter und Sohn: Unter den Flüchtlingen befinden sich auch Kleinkinder. (22. April 2015)
Francesco Pecoraro, Keystone
Erste Leichen werden auf Malta von einem Schiff der italienischen Küstenwache transportiert: Die Suche nach Überlebenden in der Nacht auf Montag blieb weitgehend erfolglos, insgesamt konnten nur 28 Menschen gerettet werden. (20. April 2015).
Erste Leichen werden auf Malta von einem Schiff der italienischen Küstenwache transportiert: Die Suche nach Überlebenden in der Nacht auf Montag blieb weitgehend erfolglos, insgesamt konnten nur 28 Menschen gerettet werden. (20. April 2015).
AP/Lino Azzopardi, Keystone
Soll das Unglücksschiff gesteuert haben: Der Kapitän Mohammed A. M. wird von der Polizei in diesen Tagen einvernommen.
Soll das Unglücksschiff gesteuert haben: Der Kapitän Mohammed A. M. wird von der Polizei in diesen Tagen einvernommen.
AFP
Ein Polizist steht vor einer Pinnwand mit möglichen Schleppern. (20. April 2015)
Ein Polizist steht vor einer Pinnwand mit möglichen Schleppern. (20. April 2015)
Keystone
Am Sonntagmorgen suchten 17 Schiffe nach Überlebenden: Ein Boot der italienischen Küstenwache verlässt die sizilianische Küste. (19. April 2015)
Am Sonntagmorgen suchten 17 Schiffe nach Überlebenden: Ein Boot der italienischen Küstenwache verlässt die sizilianische Küste. (19. April 2015)
Guardia Costiera, AFP
Rettungskräfte setzen sich mit einem kleinen Boot für die Suche nach Überlebenden ab. (19. April 2015)
Rettungskräfte setzen sich mit einem kleinen Boot für die Suche nach Überlebenden ab. (19. April 2015)
Guardia Costiera, AFP
Auch Helikopter kamen zum Einsatz. (19. April 2015)
Auch Helikopter kamen zum Einsatz. (19. April 2015)
Guardia Costiera, AFP
Der Trawler geriet rund 110 Kilometer vor der Küste Libyens und in rund 200 Kilometer Entfernung von der italienischen Insel Lampedusa in Seenot: Ein Offizier beobachtet die Schiffe, die am Unglücksort nach Überlebenden suchen. (19. April 2015)
Der Trawler geriet rund 110 Kilometer vor der Küste Libyens und in rund 200 Kilometer Entfernung von der italienischen Insel Lampedusa in Seenot: Ein Offizier beobachtet die Schiffe, die am Unglücksort nach Überlebenden suchen. (19. April 2015)
Angelo Carconi, Keystone
Einsatzkräfte beobachten die Rettungsaktionen im Büro der Küstenwache in Rom. (19. April 2015)
Einsatzkräfte beobachten die Rettungsaktionen im Büro der Küstenwache in Rom. (19. April 2015)
Angelo Carconi, Keystone
Schiffbruch vor Rhodos: Ein Boot mit rund 200 Flüchtlingen läuft vor der Küste Rhodos' auf. (20. April 2015)
Schiffbruch vor Rhodos: Ein Boot mit rund 200 Flüchtlingen läuft vor der Küste Rhodos' auf. (20. April 2015)
Loukas Mastis, Keystone
Schiffbrüchige Flüchtlinge werden von Helfern gerettet und an Land gebracht. (20. April 2015)
Schiffbrüchige Flüchtlinge werden von Helfern gerettet und an Land gebracht. (20. April 2015)
Argiris Mantikos, Keystone
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Es ist die Stunde der Kraftmeier in allen Staaten des Schengen-Raumes. Sie beteuern wieder, wie sie den «skrupellosen Schleppern» das «Handwerk legen» wollen. Was diese Politiker nicht sagen: Sie befinden sich in einer Allianz mit den Schleppern. Eine unfreiwillige Allianz zwar, aber doch eine Allianz. Man nennt diesen Typ von Partnerschaft eine «Baptist Bootlegger coalition», eine Allianz zwischen wohlmeinenden Idealisten und Schmugglern.

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