Zum Hauptinhalt springen

Die Partei der Ratlosen

Nach den harten Niederlagen vom Wochenende wollen sich die deutschen Liberalen neu ausrichten – aber nur langsam. Parteichef Westerwelle fürchtet um seinen Job.

Der Verlierer: FDP-Chef Guido Westerwelle gestern im Berliner Hauptquartier seiner Partei.
Der Verlierer: FDP-Chef Guido Westerwelle gestern im Berliner Hauptquartier seiner Partei.
Reuters

So kleinlaut hat man Guido Westerwelle lange nicht mehr gehört. «Es gibt nichts zu beschönigen», sagte er am Montag nach dem Wahldesaster vor der Hauptstadtpresse. «Sehr enttäuschend» seien die Resultate der FDP in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. «Das war ein Warnschuss der Wähler. Wir haben verstanden. Es kann kein ‹Weiter so› geben.» Nur: Wie eine allfällige Reform der Partei aussehen soll und ob die Niederlagen personelle Konsequenzen haben – darüber schweigt sich Westerwelle vorerst aus. Erst in zwei Wochen soll seine Partei über die Mannschaftsaufstellung debattieren. Entscheide könnten Mitte Mai am Parteitag fallen. Einen eigenen Rücktritt freilich schliesst Westerwelle bereits aus – mit dem etwas seltsamen Argument: «Wenn man Verantwortung hat, dann hat man Verantwortung.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.