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Er verhalf 100'000 Juden zur Flucht über den Brenner

Marko Feingold ist der älteste Holocaust-Überlebende Österreichs. Wie der 105-Jährige nach Kriegsende vom Verfolgten zum Retter wurde.

Alexandra Föderl-Schmid, Tel Aviv
Vom Geretteten zum Retter. «Es hat sich so ergeben, dass ich von einer Funktion in die andere reingeschlittert bin», sagt Marko Feingold. Foto: Joe Klamar (AFP Photo)
Vom Geretteten zum Retter. «Es hat sich so ergeben, dass ich von einer Funktion in die andere reingeschlittert bin», sagt Marko Feingold. Foto: Joe Klamar (AFP Photo)

Als ihn der Salzburger Erzbischof fragte, was man tun müsse, um so alt zu werden, gab ihm Marko Feingold den Rat: «Machen Sie es wie ich, heiraten Sie eine junge Frau!» Seine zweite Frau Hanna ist 35 Jahre jünger. Feingold, 105 Jahre alt, kann über seinen eigenen Scherz herzhaft lachen. Seinen ­Humor hat er nie verloren, nicht einmal in den schlimmsten Situationen seines Lebens. Dass Feingold überhaupt überlebt hat, würden andere ein Wunder nennen, er selbst sieht es als «Zufall, denn sonst hätte es zwanzig Wunder geben müssen».

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