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Die Verflechtungen der Schweiz

Krise in der Ukraine: Im Fokus von Sanktionen gegen Russland stehen der Rohstoff- und Finanzsektor.

Ölfeld in in Priobskoe: Rund 75 Prozent des russischen Erdöls wird über Genf gehandelt.Foto: EPA
Ölfeld in in Priobskoe: Rund 75 Prozent des russischen Erdöls wird über Genf gehandelt.Foto: EPA

Die Aussicht auf Wirtschaftssanktionen der Schweiz gegenüber Russland wirft die Frage auf, was diese bewirken könnten. Angesichts der Tatsache, dass die russische Wirtschaft auf Gedeih und ­Verderb von ihren Rohstoffexporten abhängig ist, würde hier die grösste Verwundbarkeit von Putins Reich liegen. Im Rohstoffhandel spielt die Schweiz eine entscheidende Rolle: Laut dem letzten Grundlagenbericht Rohstoffe des Bundes werden rund 75 Prozent des russischen Erdöls über Genf gehandelt. Dieser sogenannte Transithandel mit Rohstoffen ist im letzten Jahrzehnt förmlich explodiert. Noch im Jahr 2000 beliefen sich die Einnahmen daraus auf 1,4 Milliarden. 2012 waren es bereits 19 Milliarden Franken, das entspricht beinahe 3,5 Prozent des Schweizerischen Bruttoinlandprodukts (BIP). Kommt dazu, dass das Rohwarenhandelsgeschäft auch eng mit weiteren Branchen verknüpft ist.

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