Zum Hauptinhalt springen

Die verratenen Ideale

In der Ukraine macht sich ein Jahr nach dem Aufstand Ernüchterung breit.

MeinungVon Luca De Carli
Die Hoffnungen sind verflogen: Ein Priester gedenkt in Kiew den Toten des Maidan-Aufstandes vor einem Jahr. (18. Februar 2015)
Die Hoffnungen sind verflogen: Ein Priester gedenkt in Kiew den Toten des Maidan-Aufstandes vor einem Jahr. (18. Februar 2015)
Sergei Chuzavkov, Keystone

Die «himmlische Hundertschaft» – so nennt die Ukraine die Demonstranten, die beim Aufstand gegen Präsident Wiktor Janukowitsch ums Leben kamen. Ein Jahr ist es her, seit die Proteste auf dem Maidan in Kiew eskalierten. Scharfschützen nahmen von Dächern rund um den Unabhängigkeitsplatz Demonstranten ins Visier, Polizisten feuerten scharfe Munition ab. Die Protestierenden waren zwar bis zum Schluss mehrheitlich unbewaffnet, doch Teile der Opposition schossen ebenfalls. Am Ende waren rund 100 Demonstranten und 13 Polizisten tot. Es folgten der Sturz Janukowitschs und die Hoffnung auf einen Neustart.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen