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Die Wahrheit ist schwer verdaulich

Italiens Geheimdienst war verstrickt in Anschläge von Rechtsextremen. Einer der Fälle ist nun endlich geklärt.

1974 tötete ein Sprengsatz in Brescia acht Menschen. Foto: Getty Images
1974 tötete ein Sprengsatz in Brescia acht Menschen. Foto: Getty Images

Ein dunkles, lange verschleiertes Kapitel der italienischen Geschichte erhält Konturen. Viel zu spät, aber immerhin. 41 Jahre nach dem Attentat auf die ­Piazza della Loggia im norditalienischen ­Brescia, nach 12 Prozessen, 1000 ­Thesen und politischen Manövern hat ein Mailänder Berufungsgericht zwei Rechtsextremisten zu lebenslanger Haft verurteilt. Carlo Maria Maggi, ein nun 81 Jahre alter Arzt aus Venedig, damals Chef der neofaschistischen Terrorgruppe Ordine Nuovo, hat demnach das Attentat organisiert. Und Maurizio Tramonte, Rechtsextremist, heute 64, soll bei allen Planungssitzungen dabei gewesen sein. Das Besondere: Er war Informant der italienischen Geheimdienste – er soll die Dienste auf dem Laufenden gehalten haben.

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