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Drohender Staatsbankrott – EU-Hilfe für Ungarn

Italien war Anfang der 90er Jahre das letzte EU-Land, welches von Brüssel mit einem Notkredit gestützt wurde. Jetzt muss die EU wieder eingreifen, in Ungarn.

Die Brüsseler Behörde bestätigte am Dienstag, sie wolle dem von einer massiven Abwertung der Landeswährung Forinth gebeutelten EU-Staat finanziell unter die Arme greifen. «Die Kommission bereitet eine finanzielle Unterstützung Ungarns vor», erklärte EU-Kommissionssprecherin Amelia Torres. Die Kommission wolle dazu einen Kredit aufnehmen und diesen an Ungarn weiterreichen. Die 26 übrigen EU-Staaten hätten dieser Idee «im Grundsatz zugestimmt», sagte Torres.

Ein EU-Notkredit wurde zuletzt Anfang der 90er Jahre Italien gewährt. Seit der Einführung des Euros können allerdings nur noch EU-Länder, die der Währungsunion nicht angehören, eine solche Unterstützung erhalten.

Währung verliert 30 Prozent

Der Forinth hat in den vergangenen Wochen gegenüber dem Euro rund 30 Prozent an Wert verloren. Schon davor war Ungarn wegen seines hohen Haushaltsdefizits eines der Sorgenkinder der EU.

AP/cpm

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