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«Ein Grexit wäre für die Schweiz am schlimmsten»

Chefökonom der ZKB, Anastassios Frangulidis, spricht über die wirtschaftlichen Folgen des Griechen-Neins.

Keine konkreten Vorschläge, aber Abrechnung mit dem Establishment: Regierungschef Alexis Tsipras spricht zu den EU-Parlamentariern. (8. Juli 2015)
Keine konkreten Vorschläge, aber Abrechnung mit dem Establishment: Regierungschef Alexis Tsipras spricht zu den EU-Parlamentariern. (8. Juli 2015)
Vincent Kessler, Reuters
Das Nein-Lager gewinnt das Referendum und fordert das Ende der europäischen Sparpolitik.
Das Nein-Lager gewinnt das Referendum und fordert das Ende der europäischen Sparpolitik.
Keystone
Die Griechen heben immer mehr Gelder von ihren Bankkonten ab: Eine Frau geht in Athen an einem Graffito mit dem Titel «Tod des Euro» des französischen Strassenkünstlers Goin vorüber. (19. Juni 2015)
Die Griechen heben immer mehr Gelder von ihren Bankkonten ab: Eine Frau geht in Athen an einem Graffito mit dem Titel «Tod des Euro» des französischen Strassenkünstlers Goin vorüber. (19. Juni 2015)
Aris Messinis, AFP
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Die Griechen entscheiden sich gegen das Angebot der EU und stützen ihre Regierung. Was bedeutet das?

Das hängt vom Verhalten der Gläubiger Griechenlands ab. Ich gehe davon aus, dass sie trotz des Neins ein grosses Interesse haben, eine Einigung mit Griechenland zu finden – auch wenn das unter diesen Umständen schwieriger wird. Knackpunkt der Verhandlungen ist die Umstrukturierung der Schulden. Diese müssten zu einem sehr grossen Teil abgeschrieben werden, wenn Griechenland die Eurozone verlässt. Zudem ist Griechenland aus geopolitischer Sicht von grosser Bedeutung. Darum liegt die Wahrscheinlichkeit für einen baldigen Grexit meiner Meinung nach auch nach dem Nein nicht über 50 Prozent.

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