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Ein Hung Parliament zeichnet sich ab – was geschieht jetzt?

Bereits kurz nach der Wahl spekulieren die britischen Parteien über mögliche Verhandlungen – und nennen erste Bedingungen.

Ein kleiner Grund zum Feiern: Gordon Brown bleibt Parlamentarier. Er hat den Sitz des Wahlkreises Kirkcaldy und Cowdenbeath verteidigt. Kandidat Derek Jackson vond er Kleinstpartei Land is Power (links) scheiterte, fühlt sich aber dennoch stark.
Ein kleiner Grund zum Feiern: Gordon Brown bleibt Parlamentarier. Er hat den Sitz des Wahlkreises Kirkcaldy und Cowdenbeath verteidigt. Kandidat Derek Jackson vond er Kleinstpartei Land is Power (links) scheiterte, fühlt sich aber dennoch stark.
AFP
Im Wahlkampf haben sie sich über verschiedene Inhalte positioniert. Bürger sollen ihre Polizeichefs wie in den USA selber wählen können: David Cameron.
Im Wahlkampf haben sie sich über verschiedene Inhalte positioniert. Bürger sollen ihre Polizeichefs wie in den USA selber wählen können: David Cameron.
Keystone
Der Chef der Demokraten, Nick Clegg, trat zusammen mit Ehefrau Miriam Gonzalez Durantez in Sheffield auf.
Der Chef der Demokraten, Nick Clegg, trat zusammen mit Ehefrau Miriam Gonzalez Durantez in Sheffield auf.
Keystone
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Nach ersten Hochrechnungen aus London zeichnet sich nach den Wahlen in Grossbritannien ein Hung Parliament ab, also das Fehlen einer klaren Mehrheit. Weder die Konservativen noch Labour haben es demnach geschafft, die 326 Sitze zu gewinnen, die für eine Mehrheit und die Regierungsbildung nötig sind.

Bestätigen sich diese Prognosen, so kann ausgerechnet der Wahlverlierer die Regierung bilden. Gemäss den Regeln im Falle eines Hung Parliaments bliebe Premierminister Gordon Brown im Amt, bis er selber zurücktritt. Obwohl Labour also weniger Sitze gewonnen hat als die Tories, könnte Brown auf den Liberaldemokraten Nick Clegg zugehen und mit ihm gegen die Tories eine Koalition bilden. Er hätte bis zum 25. Mai Zeit dazu – doch in der Realität dürfte der Druck bald zu gross werden.

Mandelson schliesst Verhandlungen nicht aus

Bedingung für Verhandlungen mit den Liberaldemokraten wird wohl deren Wunsch sein, das britische Mehrheitswahlrecht, das kleinere Parteien extrem benachteiligt, zu reformieren. Ein Vertreter der Liberaldemokraten machte ausserdem gegenüber BBC klar, was die Bedingungen wären: Finanzdisziplin.

Labour-Vordenker Peter Mandelson liess bereits um 23:20 Uhr gegenüber BBC durchblicken, ein solcher Deal mit den Liberaldemokraten sei nicht ausgeschlossen: «Ich habe kein Problem mit Verhandlungen, wenn sie eine stabile Regierung garantieren», antwortete Mandelson auf eine entsprechende Frage des Reporters. Mehrere Politikanalysten der BBC schlossen jedoch aus, dass sich Labour an der Macht halten könne. «Das ist eine massive Zurückweisung durch die britischen Wähler», so der Kommentar.

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