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«Ein Krieg, in dem nur eine Seite Waffen hat»

Nach der gestrigen gewaltsamen Räumung des Gezi-Parks in Istanbul verfolgte die Polizei die Demonstranten bis in die umliegenden Quartiere. Augenzeugen berichten.

Bewachen den Eingang zum Gezi-Park: Türkische Polizisten in Istanbul. (17. Juni 2013)
Bewachen den Eingang zum Gezi-Park: Türkische Polizisten in Istanbul. (17. Juni 2013)
Reuters
Suchten Schutz: Demonstranten in der Lobby des Divan-Hotels in Istanbul. (15. Juni 2013)
Suchten Schutz: Demonstranten in der Lobby des Divan-Hotels in Istanbul. (15. Juni 2013)
AFP
Die Räumung kommt einen Tag vor geplanten Grosskundgebungen von Erdogans Partei AKP.
Die Räumung kommt einen Tag vor geplanten Grosskundgebungen von Erdogans Partei AKP.
AFP
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Nachdem der türkische Regierungschef Erdogan vergangene Woche den Taksim-Platz gewaltsam räumen liess, wurden gestern Abend die Demonstranten aus dem benachbarten Gezi-Park vertrieben. In diesem Zentrum der Proteste gegen die Regierung hatten Demonstranten Zeltlager aufgebaut.

Bevor die Polizei abends Tränengas und Wasserwerfer einsetzte, war die 21-jährige Schweizerin Anina Diem vor Ort. Die Politikstudentin weilt zurzeit mit einer Freundin für drei Tage in Istanbul. Ihr Hotel befinde sich etwa einen Kilometer vom Gezi-Park entfernt, sagt sie gegenüber Redaktion Tamedia. Abends habe sich plötzlich eine grosse Menschenmenge vor dem Hotel gebildet; zahlreiche Menschen seien auch in die Lobby gekommen. «Alle trugen Gasmasken und Bauarbeiterhelme. Wir rochen Tränengas.»

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