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Ein Land sitzt in der Tinte

Die Portugiesen wählen morgen Sonntag ein neues Parlament. Hunderttausende von jugendlichen Arbeitslosen trauen jedoch weder den Sozialisten noch den Bürgerlichen zu, Portugal aus der Krise zu führen.

Der bürgerliche Spitzenkandidat: Pedro Passos Coelho hat gute Chancen, neuer Regierungschef zu werden.
Der bürgerliche Spitzenkandidat: Pedro Passos Coelho hat gute Chancen, neuer Regierungschef zu werden.
Keystone

Alles begann mit dem Lied «Parva que sou» – «wie blöd bin ich doch!». Der Text geht weiter mit den Worten: «Was für eine idiotische Welt, in der ich studieren muss, um ein Sklave zu sein!» Wo immer die portugiesische Gruppe Deolinda mit ihrem Protestsong auftrat, jubelten die Zuhörer. Sie erkannten sich wieder. So wie der 25-jährige Alexandre de Sousa Carvalho, der Anfang Februar mit ein paar Freunden, alle Mitte 20, in einem Lissaboner Café sass und über dieses Lied sprach, das ihren Nerv – und den so vieler anderer – getroffen hatte.

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