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Eine Buchhalterin im Rampenlicht

Die Ex-Buchhalterin von Liliane Bettencourt, Claire Thibout, hat sich erstmals öffentlich zu Wort gemeldet. Ihr Zeugnis erschüttert Frankreichs Establishment.

Drei Monate lang blieb sie im Schatten, verweigerte sie sich den Kameras. Von Claire Thibout gab es einen hektischen Sommer lang nur Bilder, die sie beim eiligen Verlassen eines Kommissariats zeigten eine Jacke tief über den Kopf gezogen. Die flüchtigen Bilder trugen zum Mysterium bei, das Frankreichs berühmteste Buchhalterin bislang umgab. Und sie befeuerten die Thesen jener politischen Kreise, die in der ehemaligen Kassenhüterin von Liliane Bettencourt, der Milliardenerbin des Kosmetikkonzerns L’Oréal, eine maliziöse, ja vielleicht sogar korrupte Verschwörerin vermuteten.

Nun ist Thibout am Montagabend zum ersten Mal am französischen Fernsehen aufgetreten: in einem langen Hintergrundreport auf dem staatlichen Sender France 2, «Complément d’enquête», der ganz der Affäre um Milliarden und Macht gewidmet war. Sie ist die Hauptzeugin in dieser Affäre; sie weiss viele Details. Ihr Zeugnis belastet auch den Präsidenten der Republik, Nicolas Sarkozy.

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