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Eine Kussaktion für Papst Benedikt XVI.

Papst Benedikt XVI. ist in Madrid von Hunderten junger Katholiken empfangen worden. Auf dem Weg zum Plaza de Cibeles haben Homosexuelle versucht, den Papst mit einer Kussaktion zu konfrontieren.

Wollen den Papst mit der Realität konfrontieren: Zwei Schwule küssen sich in Madrid. (18. August 2011)
Wollen den Papst mit der Realität konfrontieren: Zwei Schwule küssen sich in Madrid. (18. August 2011)
Keystone
Ein Friedenssymbol: Der Papst erhält von den Jugendlichen eine Olivenzweig. (18. August 2011)
Ein Friedenssymbol: Der Papst erhält von den Jugendlichen eine Olivenzweig. (18. August 2011)
Reuters
Hunderte Kinder können es kaum erwarten, den Heiligen Vater zu sehen. (18. August 2011)
Hunderte Kinder können es kaum erwarten, den Heiligen Vater zu sehen. (18. August 2011)
Keystone
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Hunderttausende Jugendliche aus aller Welt haben Papst Benedikt XVI. aus Anlass des katholischen Weltjugendtags im Zentrum von Madrid einen begeisterten Empfang bereitet. Der Bürgermeister von Madrid, Alberto Ruíz-Galardón, händigte dem Oberhaupt der katholischen Kirche symbolisch die Schlüssel der Stadt aus.

Jugendliche übergaben Benedikt XVI. mehrere Geschenke, darunter einen kleinen Olivenzweig als Friedenssymbol. Auf seinem Weg im Papamobil zu einer Zeremonie auf der zentralen Plaza de Cibeles sollte der Papst mit einer von Homosexuellen über das Onlinenetzwerk Facebook organisierten Kussaktion, einem sogenannten Kiss-In, konfrontiert werden, aber die Polizei verhinderte die Demonstration von etwa hundert Lesben und Schwulen. Diese wollten mit der Aktion gegen den «Fundamentalismus» und die rigide Sexualmoral der katholischen Kirche protestieren.

Proteste am Tag zuvor

Am Abend zuvor hatten in Madrid noch Tausende Menschen gegen den Besuch des Papstes anlässlich des Weltjugendtages demonstriert. Dabei war es zu gewaltsamen Ausschreitungen zwischen Papst-Gegnern und der Polizei gekommen. Elf Menschen wurden verletzt.

Die Kritiker warfen der spanischen Regierung vor, den viertägigen Aufenthalt des katholischen Kirchenoberhauptes unter anderem mit Steuergeldern zu finanzieren. Spanien kämpft mehr als die meisten anderen europäischen Länder noch immer mit den schweren Folgen der Wirtschafts- und Finanzkrise.

«Wirtschaftspolitik im Sinne des Menschen»

Benedikt XVI. rief bei seiner Ankunft in Madrid zu einer Wirtschaftspolitik im Sinne des Menschen auf. «Die Wirtschaft kann nicht als selbstregulierte Wirtschaft funktionieren», sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche vor mitreisenden Journalisten.

Der Mensch und nicht der Profit müsse im Mittelpunkt der Wirtschaft stehen. Die aktuelle Krise zeige, dass sich die Wirtschaft nicht an einem Maximum an Profit messen lassen dürfe, sondern auf den Schutz der Arbeit für alle Menschen ausgerichtet werden müsse.

Der 84-jährige Papst wird sich vier Tage in Madrid aufhalten. Höhepunkt seines Besuchs sind ein Kreuzweg am Freitag, eine Abendandacht auf der Luftwaffen-Basis Cuatro Vientos vor den Toren Madrids am Samstag und der Abschlussgottesdienst am Sonntagmorgen.

(SDA)

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