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Eine Mission im Sumpf der Korruption

Die EU-Rechtsstaatsmission in Kosovo sollte eine saubere Verwaltung aufbauen. Jetzt stehen EU-Richter selber unter Korruptionsverdacht. Brüssel ermittelt.

Die britische Anklägerin Maria Bamieh steigt in Pristina aus einem Taxi. Foto: AFP
Die britische Anklägerin Maria Bamieh steigt in Pristina aus einem Taxi. Foto: AFP

Es war ein Auftritt, der Zuversicht verbreiten sollte. Als die neue EU-Aussen­beauftragte Federica Mogherini diese Woche erstmals vor ihren Mitarbeitern in Brüssel sprach, lobte sie die Kompe­tenz und das Know-how des europäischen diplomatischen Dienstes. In dieses Bild passt gar nicht ein Skandal, der die EU-Rechtsstaatsmission (Eulex) in Kosovo erschüttert. Eine aus Grossbritannien stammende und kürzlich suspendierte Anklägerin erhebt schwere Vorwürfe gegen Justizbeamte aus mehreren EU-Staaten. Sie hätten von dubiosen Gestalten grosse Schmiergeldzahlungen entgegengenommen und im Gegenzug einheimische Gangster laufen lassen. Zudem seien Verfahren gegen korrupte Politiker willkürlich eingestellt worden und es gebe eine enge Kooperation der Eulex mit der lokalen Politmafia.

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