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Eklat an Klimakonferenz

Grosse NGOs, darunter WWF und Greenpeace, verlassen die UNO-Klimakonferenz in Warschau unter Protest. Das gab es in dieser Art noch nie.

Unzufrieden mit dem Stand der Verhandlungen: Greenpeace-Aktivisten platzieren am Palast der Kultur und Wissenschaft in Warschau ein Protestbanner. (21. November 2013)
Unzufrieden mit dem Stand der Verhandlungen: Greenpeace-Aktivisten platzieren am Palast der Kultur und Wissenschaft in Warschau ein Protestbanner. (21. November 2013)
Reuters

«Genug ist genug.» So teilt der WWF Schweiz den Entschluss mit, die Verhandlungen der 19. Klimakonferenz in Warschau vorzeitig zu verlassen. «Es ist sehr frustrierend. Die Vorstellungen der Industrie- und Entwicklungsländer, wie der internationale Klimaschutz aussehen soll, sind extrem gegensätzlich», sagt Ion Karagounis, Vertreter des WWF Schweiz in Warschau. Klare Worte findet der Direktor von Greenpeace International Kumi Naidoo: «Die polnische Regierung hat alles unternommen, um der Kohlenindustrie eine grosse Plattform zu geben.» Für ihn ist es ein Schlag ins Gesicht jener Menschen, die bereits unter den Folgen des Klimawandels leiden. Offensichtlich sehen die NGOs nur noch den Ausweg, unter Protest zum ersten Mal in der Geschichte der Klimakonferenzen vorzeitig den Verhandlungen den Rücken zuzukehren. Zur Protestkoalition gehören unter anderem die grossen Umweltorganisationen Greenpeace, WWF und Friends of the Earth, aber auch einflussreiche Zivilgesellschaften wie Oxfam International und die Internationale Trade Union Confederation.

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