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Eklat in Wien – Pfiffe und Buhrufe für den Kanzler

Die Flüchtlingskrise droht die SPÖ zu spalten. Der traditionelle Maiaufmarsch endet erstmals in einer Schmach für die Parteielite.

Ihm mochte kaum jemand zuhören: Werner Faymann, Österreichs Bundeskanzler und SPÖ-Parteivorsitzender. (Video: Flavia Forrer)

Die Stimme des Platzsprechers klingt fast flehend: «Ich bitte, zum Genossen Faymann fair zu sein und ihm zuzuhören!» Aber die Menge auf dem Wiener Rathausplatz will dem Bundeskanzler und Parteivorsitzenden der SPÖ, Werner Faymann, nicht zuhören. Faymanns Erklärungen, dass Österreich nicht alle Flüchtlinge dieser Welt aufnehmen könne und dass die Sozialdemokratie für «Ordnung in unserem Land» stehe, gehen in gellenden Pfiffen und Buhrufen unter. Tafeln werden hochgehalten, nicht zwei oder drei, nein, es sind Dutzende: «Rücktritt» steht darauf. Nach nicht einmal zwei Minuten verlässt der sichtlich geschockte und erzürnte Regierungschef das Podium.

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