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Jetzt reichts! Ein Dorf stoppt die Stauausweichler

Wer am Brenner im Stau steht, den schickt das Navi auf die Landstrasse. In Ellbögen im Tirol hatte man das satt – und handelte.

Am Wochenende haben hier Touristen auf der Durchreise nach Süden nichts mehr verloren. In Ellbögen, in der Nähe des Brenners, gilt für sie ein Fahrverbot. Foto: Josef Wirnshofer
Am Wochenende haben hier Touristen auf der Durchreise nach Süden nichts mehr verloren. In Ellbögen, in der Nähe des Brenners, gilt für sie ein Fahrverbot. Foto: Josef Wirnshofer

An den Pfingstsamstag erinnern sie sich in Ellbögen genau. Die Krämerin, weil sie versucht hat, irgendwie Ordnung in das Chaos vor ihrem Laden zu bringen. Der Wirt, weil er den ganzen Tag im Gasthaus gearbeitet hat, so viel war los. Und der Bürgermeister, weil er wusste: So gehts nicht mehr weiter.

Walter Hofer (63) ist seit 24 Jahren Bürgermeister in Ellbögen, nach 24 Jahren lässt man sich nicht mehr allzu leicht beunruhigen. In den vergangenen Jahren aber hat er sich immer wieder Sorgen gemacht, zuletzt fast jedes Wochenende. Was, wenn ein Auto den Hang herunterfährt? Was, wenn irgendwo im Dorf ein Haus brennt? Was, wenn irgendwer Hilfe braucht, die Hilfe aber nicht ankommt, weil die Strasse verstopft ist? Und da waren nicht nur die Sorgen. Da war auch die Wut im Dorf. Die Leute haben ihn angerufen, haben ihn beschimpft, haben gesagt: Wir haben dich gewählt, kannst du nicht endlich etwas machen?

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