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«Er hatte den Vatikan nicht im Griff»

Benedikt XVI. ist der erste Papst seit 700 Jahren, der sein Amt freiwillig abgibt. Vatikan-Kenner Michael Meier sagt, welche Gründe zum Rücktritt geführt haben könnten und was ein Papst im Ruhestand tut.

Habemus Papam: Am 19. April 2005 winkt der frisch gewählte Papst vom Balkon seinen Anhängern auf dem Petersplatz in Rom zu.
Habemus Papam: Am 19. April 2005 winkt der frisch gewählte Papst vom Balkon seinen Anhängern auf dem Petersplatz in Rom zu.
Keystone
Neuer Name: Josef Ratzinger nennt sich Papst Benedikt der XVI. (23. April 2005)
Neuer Name: Josef Ratzinger nennt sich Papst Benedikt der XVI. (23. April 2005)
Domenico Stinellis, Keystone
Nach der Ankündigung: Die Kardinäle beraten sich im Vatikan. (11. Februar 2013)
Nach der Ankündigung: Die Kardinäle beraten sich im Vatikan. (11. Februar 2013)
Keystone
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Wie aus heiterem Himmel hat Papst Benedikt XVI. heute seinen Rücktritt auf Ende Februar bekannt gegeben. Was könnte ihn zu diesem Schritt bewogen haben? Offenbar waren es seine schwindenden Kräfte, immerhin ist Benedikt mit 85 Jahren einer der ältesten Päpste der Geschichte. Hinzu kommt, dass er während seiner Amtszeit immer wieder stark unter Beschuss geraten ist, man denke an die Kindsmissbrauchs-Skandale innerhalb der Kirche oder die Vatileaks-Affäre. Er machte keinen Hehl daraus, dass er unter diesen Angriffen leidet, und sprach von einer «sprungbereiten Feindseligkeit», die man ihm gegenüber an den Tag legt. Scheinbar haben ihn die Angriffe noch stärker getroffen, als man von aussen mitbekommen hat.

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