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«Er senkte seinen Kopf zuerst»

Die frühere Richterin Nusreta Sivac wurde in einem bosnischen Gefangenenlager vergewaltigt. Nach dem Krieg brachte sie Vergewaltiger vor den Strafgerichtshof in Den Haag – darunter ihren eigenen Peiniger.

Nicht zuletzt dank ihr wird Vergewaltigung heute als Kriegsverbrechen geahndet: Die Bosnierin Nusreta Sivac nahe ihrer Heimatstat Prijedor. (5. März 2013)
Nicht zuletzt dank ihr wird Vergewaltigung heute als Kriegsverbrechen geahndet: Die Bosnierin Nusreta Sivac nahe ihrer Heimatstat Prijedor. (5. März 2013)
AP Photo/Amel Emric
Mit fünf- bis siebentausend anderen Gefangenen wurde Sivac im Gefangenenlager Omarska festgehalten: Britische Journalisten treffen 1992 in Omarska ausgehungerte Gefangene an.
Mit fünf- bis siebentausend anderen Gefangenen wurde Sivac im Gefangenenlager Omarska festgehalten: Britische Journalisten treffen 1992 in Omarska ausgehungerte Gefangene an.
Standbild ITV, Keystone
11 Jahre Haft wegen Duldung von Misshandlungen, Morden, Folter und sexuellen Übergriffe: Schichtchef Mom?ilo Gruban. (10. Mai 2002)
11 Jahre Haft wegen Duldung von Misshandlungen, Morden, Folter und sexuellen Übergriffe: Schichtchef Mom?ilo Gruban. (10. Mai 2002)
AP Photo/Pool/Michael Kooren
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An manchen Tagen betete sie, dass eine Kugel ihrem Leid ein Ende bereiten würde. Als sie dachte, sie sterbe an einem Herzinfarkt, flüsterte sie: «Danke, Gott». Die junge Richterin Nusreta Sivac war eine von 37 Frauen, die 1992 in einem Konzentrationslager in Bosnien von Aufsehern vergewaltigt wurde. Die Frauen sprachen damals untereinander nie über ihre nächtliche Pein – ihre Blicke sagten alles.

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