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Er war der 24. Minister

Rupert Murdoch hat die Skandalzeitung «News of the World» geschlossen, um sein Medienimperium zu retten. Gestern flog er deswegen nach London. Aber vielleicht war es zu spät.

Gestern in London: Rupert Murdoch liest die letzte Ausgabe seiner Wochenzeitung «News of the World».
Gestern in London: Rupert Murdoch liest die letzte Ausgabe seiner Wochenzeitung «News of the World».
Reuters

Zur Trauerfeier kam Rupert Murdoch gestern ein paar Stunden zu spät. Vielleicht wollte er sich ja auch Tränen und Zorn der 200 Mitarbeiter ersparen, die an diesem Morgen die Abschiedsausgabe seiner «News of the World» aus den Druckerpressen nahmen. Die Einstellung des 168 Jahre alten Boulevardblatts hatte er zusammen mit seinem Sohn James drei Tage zuvor Knall auf Fall verfügt. Das Blatt sollte bezahlen für die Sünden der Vergangenheit – für jene systematischen Lauschaktionen, deren sich die Zeitung zwischen 2000 und 2007 schuldig gemacht hatte.

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