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Was Julens Tod mit unserem Konsum zu tun hat

In Andalusien wird gebohrt, was das Zeug hält. Die illegalen Brunnen stillen den Durst Europas nach Frische zur falschen Jahreszeit.

So sieht «Europas Gemüsegarten» aus: In der andalusischen Provinz Almería reiht sich ein Gewächshaus ans andere. Foto: Keystone
So sieht «Europas Gemüsegarten» aus: In der andalusischen Provinz Almería reiht sich ein Gewächshaus ans andere. Foto: Keystone

Für einen Moment ist alles still in der Bar Antonio in El Colorado bei Cádiz, als im Fernsehen über den Mann berichtet wird, der seinen Hund aus einem Brunnenschacht retten wollte und dabei selbst ums Leben kam. Schon wieder. Ein Mensch stirbt in einem südspanischen Bohrloch. Die Leute hören die Nachricht stumm. Es ist nicht weit von hier nach Totalán bei Málaga. Jeder in Spanien kennt den Namen Totalán. Dort war der zweijährige Julen vor gut zwei Wochen 70 Meter tief in einen Brunnenschacht gefallen. 13 Tage hofften die Menschen, dass man das Kind lebendig aus diesem Loch würde retten können. Doch Julen konnte nur tot geborgen werden.

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