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«Erdogan hat erwogen, Öcalan freizulassen»

Türkeiexperte Yasar Aydin sagt, der Friedensprozess zwischen der Türkei und der PKK sei bereits im Frühling abgebrochen worden. Der Grund: Erdogan soll nicht Superpräsident sein.

«Es ist schwierig für den Staat, nicht zu reagieren»: Proteste in Istanbul für Öcalan. (22. März 2015) Foto: Murad Sezer (Reuters)
«Es ist schwierig für den Staat, nicht zu reagieren»: Proteste in Istanbul für Öcalan. (22. März 2015) Foto: Murad Sezer (Reuters)

Aus Sicht der Kurden, die mit der PKK verbündet sind, hat die Türkei den Friedensprozess schon lange aufgegeben. Sehen Sie das auch so?

Der Friedensprozess war von Beginn an spannungsgeladen. Trotzdem gaben im Februar dieses Jahres Vertreter der prokurdischen Partei HDP und der Regierung eine gemeinsame Erklärung ab. Danach sagte Präsident Recep Tayyip Erdogan aber, dass er davon nichts gewusst habe und nichts davon halte. Im Wahlkampf sprach Erdogan dann mit harscher nationalistischer Rhetorik und ­polemisierte gegen die Kurdenbewegung. Offiziell beendet erklärte Erdogan die Friedensverhandlungen erst im Juli nach dem Anschlag auf Suruç, höchstwahrscheinlich durch den Islamischen Staat.

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